Werbung

Private Altersvorsorge stilllegen?

Leserfrage

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Im Mai erwarte ich mein erstes Kind. Anschließend plane ich, eine Zeit lang aus dem Beruf auszusteigen. Sollte ich in dieser Zeit meine private Altersvorsorge stilllegen? Katharina M., Bremen

Es ist grundsätzlich empfehlenswert, die Beiträge weiterzuzahlen. So vermeiden Sie eine größere Rentenlücke. In einer Phase mit niedrigerem oder ohne Einkommen besteht jedoch die Möglichkeit, die Beiträge für Ihre private Altersvorsorge vorübergehend zu reduzieren. So müssen Sie bei einer Riester-Rente nur einen sogenannten Mindesteigenbeitrag einzahlen, um die volle staatliche Förderung zu erhalten. Zu der Grundzulage von bis zu 154 Euro kommen ab der Geburt Ihres Kindes noch jährlich bis zu 300 Euro Kinderzulage - beides fließt in Ihren Vertrag.

Ihr Mindesteigenbeitrag orientiert sich am rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen. Auch wenn Sie im ersten Jahr der Elternzeit keine oder nur geringe Einkünfte haben, müssen Sie vier Prozent Ihres Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, um die vollen Zulagen zu erhalten. Von Ihrem Eigenbeitrag können Sie die kompletten Zulagen von 454 Euro abziehen.

In den folgenden Jahren der Elternzeit müssen Sie dann nur noch mindestens fünf Euro im Monat in ihren Riester-Vertrag einzahlen, wenn Sie keine weiteren Einkünfte hatten. Auf diese Weise bauen Sie sich in der Elternzeit mit geringem Aufwand eine Zusatzrente auf.

Auch andere Formen der Altersvorsorge (Kapitallebensversicherung oder private Rentenversicherung) sollten Sie nach Möglichkeit weiterführen. Fließen Ihre Einkünfte während der Elternzeit spärlicher, können Sie diese Versicherungen zeitweise beitragsfrei stellen oder den Beitrag reduzieren. Achten Sie aber darauf, dass vorhandener Zusatzschutz (Berufsunfähigkeitsrente) bestehen bleibt.

Tatjana Höchstödter

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!