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Bundesnetzagentur versteigert Frequenzen

Drei Konzerne bieten bei Auktion um Mobilfunknetze

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Ab Mittwoch versteigert die Bundesnetzagentur ein ganzes Paket an Frequenzen. Bis 2018 soll es in Deutschland keine Funklöcher mehr geben. BUND warnt vor gesundheitlichen Schäden.

Für die Nutzer von mobilen Kommunikationsgeräten geht es um einen schnellen und störungsfreien Zugang zum Internet. Für die Telefonkonzerne um einen Milliardenmarkt. Ab Mittwoch versteigert die Bundesnetzagentur in ihrer Niederlassung in Mainz neue und alte Frequenzen. Drei Bieter hat die oberste Aufsichtsbehörde zugelassen: Telefónica, Telekom und Vodafone.

«Wir erwarten, dass die Auktion einen starken Impuls für einen raschen Ausbau der Breitbandnetze insbesondere im ländlichen Raum setzt», sagte der Präsident der Behörde, Jochen Homann. Deutschland sei dabei in Europa in einer Vorreiterrolle. Als erstes Land in Europa werden hierzulande Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz versteigert. Diese werden derzeit noch vom Fernsehen genutzt, wegen einer Umstellung im digitales Fernsehen aber sukzessive abgebaut. Rund 150 Rundfunksender sollen dabei schrittweise in den Bereich von unterhalb 694 Megahertz verlagert werden.

Die Auktion ist Teil der Pläne der Bundesregierung, schnelleres Internet über Festnetz und Mobilfunk zu ermöglichen. Mobile Übertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde und Antennensektor sollen möglich werden und damit zehn Megabit für jeden Haushalt sichergestellt sein. Zudem müssen die Netzbetreiber eine flächendeckende Versorgung von mindestens 97 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland und 98 Prozent der Haushalte bundesweit garantieren. Auch entlang der Autobahnen und der ICE-Trassen soll sich der Internetzugang verbessern. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) versicherte, dass binnen der nächsten drei Jahre abbrechende Mobilverbindungen passé sein sollen: «2018 sind alle lästigen Funklöcher in Deutschland geschlossen.» Wie viel Geld dabei in die Staatskasse fließt, ist noch unklar. «Ich erwarte einen munteren Wettbewerb und als Erlös einen Milliardenbetrag», sagte Dobrindt.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnte indes vor einer weiteren Zunahme der Elektrosmogbelastung. «Da geeignete Schutzvorschriften fehlen, belastet die oftmals sorglose Anwendung insbesondere von Smartphones und Tablets zunehmend deren Nutzer, erklärte BUND-Mobilfunkexperte Bernd Rainer Müller und forderte: »Bevor neue Frequenzen vergeben werden, muss eine strategische Umweltprüfung durchgeführt werden«.

Über mögliche Langzeitwirkungen der Mobilfunkstrahlung sei erst wenig bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation habe die Strahlung jedoch bereits als potenziell krebserregend eingestuft. Besser geschützt werden müssten vor allem Kinder, verlangte der BUND-Experte. So sei in Belgien und Frankreich Werbung verboten, die sich an Kinder und Jugendliche richte. In Deutschland gebe es noch keine entsprechenden Vorschriften.

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