Die Faszination für die Gewalttaten von Frauen

Michael Winterbottom beschreibt in »Die Augen des Engels« die Suche nach der Wahrheit im Mordfall Kercher

  • Von Katharina Dockhorn
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In letzter Instanz wurde Amanda Knox vor wenigen Wochen freigesprochen, die Austauschstudentin Meredith Kercher ermordet zu haben. Der Fall sorgte jahrelang für Schlagzeilen. Dem Meinungsbildungsprozess spürt der britische Filmemacher Michael Winterbottom in »Die Augen des Engels« nach. Er schickt den deutschen Regisseur Thomas (Daniel Brühl) nach Siena, wo er für einen Film über den Mordfall recherchiert.

nd: Unser erstes Gespräch liegt jetzt 20 Jahre zurück, zur Berlinale präsentierten Sie »Butterfly Kiss«, der ebenso weibliche Gewalt thematisierte. Was fasziniert Sie an dem Thema?
Winterbotton: »Die Augen des Engels « ist sicher kein Sequel zu »Butterfly Kiss«. Doch vielleicht ist die Faszination für die Gewalttaten von Frauen das Geheimnis für den Rummel um Amanda Knox, dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Ich wollte aber weder die Geschichte von Knox noch der ermordeten Meredith Kercher erzählen. Im Zentrum steht die schwierige Suche eines Regisseurs nach der Wahrheit, bei der er sich im Dschungel der widersprüchlichen Informationen verirrt. Er spiegelt den Medienhype wieder, in dem Journalisten Grenzen überschritten und Partei ergriffen.

Können Journalisten ohne Spekulationen auskommen, wenn die Öffentlichkeit schnelle, einfache Antworten erwartet?
Der Fall spiegelt dieses Problem wieder. Es gibt zum Mord nur wenige Ind...

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