Letzter Halt Geheimdienstchef - oder Endstation Merkel?

No-Spy-Abkommen mit den USA war Wahlkampflüge des Kanzleramtes - BND-Chef stellt sich pflichteifrig vor die politische Führung

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

August 2013, Wahlkampfzeit: Im Kanzleramt war klar, dass es kein No-Spy-Abkommen mit den USA gibt. Kanzleramtschef Pofalla behauptete das Gegenteil und erklärte die NSA-Affäre für beendet.

Vor einer Woche wurde Gerhard Schindler, der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), im Bundestags-Untersuchungsausschuss befragt. Christian Flisek, der SPD-Obmann, steuerte so ganz nebenbei auf einen Begriff zu, den sogar »Lieschen Müller kennt«. Er lautet: No-Spy-Abkommen. Ob denn die Wortkombination in Deutschland kreiert worden sei, fragte Flisek den BND-Chef und erfuhr: »Nein, der kam aus den USA.«

Nicht nur Flisek hielt den Begriff sowohl sprachlich wie inhaltlich für »unamerikanisch«. Weil Konstantin von Notz von den Grünen dann weiter bohrte, hörte man, wie die Öffentlichkeit am 12. August 2013 aus dem Munde des damaligen Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) erfahren konnte, dass die USA dennoch bereit sind, ein solches Abkommen mit Deutschland abzuschließen. BND-Boss Schindler, damals gerade von Gesprächen mit US-Geheimdienstkollegen aus Washington zurück, bekannte vor dem Ausschuss: »Ich habe das an Herrn Pofalla s...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 619 Wörter (4267 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.