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Relikt des Sozialismus

Contra Paternoster: Hier darfst du nicht in der Nase popeln

  • Von Siegfried Götz
  • Lesedauer: 2 Min.

Mit dem Paternoster verhält es sich wie mit dem Sozialismus. Der war, wie wir alle wissen, ein Überwachungsstaat, der seinen Bürger an allen Orten ausspähte. Das Idealbild des Sozialismus ist der gläserne Bürger, der keine Privatsphäre mehr kennt. Als Mittel zur Durchsetzung der Herrschaft des sozialistischen Machtapparats ist der Paternoster wie kein anderes Mittel im Aufzugswesen geeignet. Wer einmal mit solch einer Personenumlaufmaschine gefahren ist, merkt sehr schnell: Hier darfst du nicht in der Nase popeln, denn der Flurgänger sieht alles! Die geschlossenen Lift-Systeme sind dagegen Orte der freien Entfaltung des bürgerlichen Individuums. Wenn sich die Aufzugstür geschlossen hat, ist man den Blicken der anderen entzogen und kann zwischen Ein- und Ausstieg wenigsten für einige Sekunden Abstand von der Welt gewinnen.

Es hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht viele Unfälle mit einem Paternoster gegeben, das stimmt. Doch warum? Doch nur, weil im Paternoster eines oberste Sicherheitspriorität hat: Nicht bewegen! Wer sich dennoch rührt, wird zwischen den Stockwerken vom Mahlwerk der sozialistischen Maschine zerquetscht. Schon immer war der Bürger, der sich nicht stillhalten lässt, der Feind der roten Ideologen! Auch wenn Andrea Nahles als Arbeitsministerin noch nicht alles richtig macht (eine Verordnung zur Einführung eines gesetzlichen Höchstlohnes steht beispielsweise noch aus), hat sie diesmal Recht: Der Betrieb von Paternostern ist ein Relikt aus den unseligen Zeiten des Staatssozialismus.

Den Ewiggestrigen rufen wir daher zu: Wer zu spät kommt, muss den Lastenaufzug benutzen!

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