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Schlepperbanden

Sabine Schiffer darüber, wie die Medien einseitig bösen Schleppern die Schuld für den Tod Tausender im Mittelmeer zuweisen, um über die eigentlichen Hintergründe gar nicht erst reden zu müssen

Europa ist eine Festung, deren Grenzen schon seit Langem um den Preis von Menschenleben verteidigt werden. Jenseits dieser Festung gibt es viel Armut und Krieg – maßgeblich auch aufgrund europäischer Politik. Schuld am Massensterben im Mittelmeer sollen nun aber ausschließlich kriminelle Schlepperbanden sein. Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung bezweifelt dies im Gespräch mit Jens Wernicke.

Frau Schiffer, endlich ist es heraus: Kriminelle Schlepperbanden sind an den Tausenden von Toten im Mittelmeer schuld...
Wieder einmal scheint es gelungen, komplexe Probleme auf einen einzigen Grund zu reduzieren. Nun sind die bösen Schlepper schuld, die man darum zusätzlich mit dem Wortteil »Banden« markiert – das klingt noch krimineller. Es ist ja nicht so, dass es keine kriminellen Schlepper gäbe, aber das Phänomen an sich hat tiefere Ursachen, die nicht in einem persönlichen Charakterzug von Menschen liegen, die sich einem Business hingeben, das sich ihnen anbietet.

Die Schlepper sind also nicht das wirkliche Problem?
Richtig. Vielmehr ist es die komplizierte Weltwirtschaftsstruktur mit ihren prekären Auswüchsen und Kriegen, die für die Flüchtlinge verantwortlich ist. Statt darüber zu sprechen, greift man lieber Extrembeispiele heraus und leugnet so die ökonomische Situation von Fischern an von Trawlern leergefischten Meeren...

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Geredet wird viel, gesagt meistens wenig. Journalisten hören kaum überhaupt zu und verstehen noch weniger, denn dazu fehlt seit Langem die Zeit. Und ihre Gesprächspartner sondern meistens Sprechblasen, Euphemismen und Phrasen ab, denn das ist nicht nur gefragt – man macht es, meint man, damit auch am ehesten allen recht. Unser bloggender Autor hat die Nase voll davon und erteilt pointiert Querdenkern und Zwischen-den-Stühlen-Sitzern das Wort. Das sei schon ein Gebot von Demokratie und Pluralität, meint er dazu beim Feierabendbier. Foto: dpa/Jens Kalaene

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  • Jens Wernicke

    Jens Wernicke ist Gewerkschaftssekretär und freier Journalist. Er war Mitglied im SprecherInnenrat der StipendiatInnen der Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie im Vorstand des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften (fzs) e.V.  Er arbeitete unter anderem als Referent für Bildungs- und Hochschulpolitik für die Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag und ist aktuell Mitarbeiter bei den NachDenkSeiten.

     

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