Die Macht reicht 
bis in die Köpfe hinein

Über die totale 
Ökonomisierung 
der Welt

  • Von Heinrich Bergstresser
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Krise ist das Wort der Stunde, ein deutliches Indiz, dass die Welt aus den Fugen zu geraten scheint. Und der Staat, schon immer eng mit Großkonzernen und Finanzkapital verbandelt, hat als natürlicher Krisenmanager einen Großteil seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung an Wirtschafts- und Finanzkonzerne delegiert und beschränkt sich zunehmend darauf, prekäre Lebensverhältnisse zu verwalten.

Der Schein trügt nicht. Denn was das Reizwort Krise beschreibt, ist nichts anderes als die Endphase eines historisch einmaligen, von Gewalt, Leid, Fortschritten, Expansion, Kontraktion und Umwälzungen begleiteten Prozesses, der die vielen nebeneinander existierenden Wirtschaften zu einer Weltwirtschaft zusammenzuführen soll. Die Konsequenzen dieses Prozesses zeichnen sich dabei schon heute in Umrissen am Horizont ab: der schleichende Niedergang demokratisch legitimierter Systeme bis hin zum Totalverlust des Primats der Politik, wo nun auto...


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