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Von Bevölkerungsplus bis Exportminus

Mecklenburg-Vorpommerns Statistik-Spiegel vorgelegt: Bruttoeinkommen bei 78,9 Prozent des Bundesdurchschnitts

Schwerin. Im statistischen Rückblick fällt das Jahr 2014 für den Nordosten überwiegend positiv aus. Wie aus dem aktuellen Bericht »Mecklenburg-Vorpommern im Spiegel der Statistik« hervorgeht, wuchs im Vorjahr nicht nur die Wirtschaftsleistung des Landes um 1,6 Prozent, erstmals seit 1998 registrierte das Statistikamt des Landes auch wieder einen Bevölkerungszuwachs. Allerdings fiel das Einwohnerplus gegenüber 2013 nach Jahren massiver Abwanderung mit 0,1 Prozent minimal aus. Ende 2014 lebten demnach in Mecklenburg-Vorpommern 1 589 800 Menschen.

Die gute Konjunktur ließ nach Angaben des Statistikamtes die Zahl der Erwerbstätigen geringfügig steigen, die der registrierten Arbeitslosen erreichte im Jahresdurchschnitt mit 93 067 den niedrigsten Stand seit Bestehen des Landes. Es bleibt aber der Wermutstropfen: Trotz Lohnsteigerungen um durchschnittlich 3,8 Prozent lag das Bruttoeinkommen nur bei 78,9 Prozent des Bundesdurchschnitts und war somit das niedrigste bundesweit.

Vor allem wegen der Sanktionen im Handel mit Russland ging der Export leicht zurück und erreichte ein Volumen von 7,2 Milliarden Euro. An die Substanz der Unternehmen ging das offenbar nicht. Die Zahl der Firmeninsolvenzen war mit 308 die niedrigste seit etwa 20 Jahren.

Auf der Positivseite vermerkt die Statistik auch die extrem niedrige Inflationsrate von 0,4 sowie im Tourismus einen neuen Spitzenwert von 28,7 Millionen Übernachtungen und Rekorderträge bei Zuckerrüben beziehungsweise Getreide. dpa/nd

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