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Müller im Fußballfieber

Werbekampagne Champions League: Der Regierende Bürgermeister sieht Berlin als Gewinner des Turniers. Grüne kritisieren das »Fanfest ohne Public Viewing«.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sieht die Hauptstadt als einen Gewinner des Champions-League-Finales 2015. »Das ist unbezahlbare Stadtwerbung«, sagte Müller in einem Interview der »Berliner Morgenpost«. »Leider werden das Spiel im Stadion nur wenige Berliner sehen können«, erklärte Fußball-Liebhaber Müller. Von den 70 500 Tickets für das Olympiastadion waren nur 6000 weltweit verlost worden. Der Rest ging an beide Endspiel-Teilnehmer FC Barcelona und Juventus Turin sowie die UEFA mit ihren nationalen Verbänden und Sponsoren. Dadurch stiegen die Schwarzmarkt-Preise ins Unermessliche.

Eine andere Variable in der Kalkulation der Zuschauerzahlen ist das Wetter: Für diesen Samstag sind Temperaturen bis zu 34 Grad angekündigt - aber auch Gewitter. Ab Sonnabendmittag erwartet Berlin zum Teil kräftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen, »zum Teil auch unwetterartig«, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Die Europäische Fußball-Union veranstaltet unterdes am Brandenburger Tor eine Fanmeile, Livebilder vom Endspiel aber wird es dort nicht geben. Auch auf den Breitscheidplatz, Treffpunkt für die anreisenden Fans aus Barcelona, und dem Juventus-Sammelpunkt am Alexanderplatz können Anhänger ohne Tickets das Spiel nicht sehen. Wie viele Fans überhaupt etwa am Breitscheidplatz zu erwarten sind, sei völlig unklar, sagte ein leitender Mitarbeiter des zuständigen Ordnungsamtes im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Besucher ohne Eintrittskarten bleibt nur der Weg in Kneipen und Biergärten. Die Grünen im Abgeordnetenhaus kritisierten dies. »Ein Fanfest ohne Public Viewing ist nur noch Werbefläche für Sponsoren und nicht das Zeichen, das wir jetzt im internationalen Fußball brauchen«, erklärte die sportpolitische Sprecherin Anja Schillhaneck. »Kasse macht die UEFA.«

Für Unmut sorgen auch die 154 000 Euro, die der Senat für die »Celebration Party« bezahlen muss. Dabei handelt es sich um eine geschlossene Feier für über 500 geladene Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft, die in der Abflughalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof steigt. Die meisten Probleme bereiten dem Gastgeber der An- und Abflug der Gäste. 9000 Fans pro Klub müssen allein in der Nacht zu Sonntag abgefertigt werden. Das Nachtflugverbot wurde außer Betrieb gesetzt. dpa/nd

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