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Gelebter Ferienkommunismus

Wie Gipfel-Gegner und die Einwohner von Garmisch-Partenkirchen zusammenleben

  • Von Niels Seibert, Garmisch-Partenkirchen
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Ach, was hat man doch schlimmes gehört aus diesem Garmisch-Partenkirchen, im tiefsten, konservativen Bayern, wo die G7-Gegner ihre Zelte aufschlagen wollten, um gegen das Gipfeltreffen der sieben mächtigsten Staatschefs zu demonstrieren: Keiner im Ort wolle die Gäste – weder die Regierungschefs noch den Protest. Der Gastwirt, der seine Wiese für die Gipfelgegner zur Verfügung gestellt hat, wurde angefeindet: Die Scheune seines Nachbarn wurde besprüht: »Heimatverräter« – die Sprüher hatten sich im Gebäude vertan.

Wenn man in Garmisch-Partenkirchen ankommt, bewahrheitet sich nur ein Aspekt, über den man zuvor in den Medien gelesen hat: Es gibt eine massive Polizeipräsenz. In jeder Straße fahren sie umher, stehen herum, kontrollieren willkürlich, aber die Beamten regeln auch den Verkehr, wenn sich wie am Freitag spontan eine Demonstration aus dem Camp zum George-C.-Marshall-Center aufmacht, wo eine Kundgebung angemeldet war gegen das...


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