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Merkel: Treibhausgase im 21. Jahrhundert auf Null reduzieren

Merkel und Hollande streben Emissionsminderung an / Abschlusserklärung in Arbeit / Greenpeace-Protestaktion für »100 Prozent Erneuerbare«

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Auf Schloss Elmau wurde am Montag der Klimaschutz diskutiert. In Entwürfen für die Abschlusserklärung ist von einem »Ende des fossilen Zeitalters« die Rede. Greenpeace forderte 100% erneuerbare Energien.

Update 15.45 Uhr: Trotz der Kritik auf beiden Seiten des Atlantiks wollen die EU und die USA die Verhandlungen über das geplante Freihandelsabkommen TTIP beschleunigen. Auch der Kampf gegen den internationalen Terrorismus, Epidemien und gegen den Hunger in der Welt soll verstärkt werden. Die G7-Staaten wollen laut Merkel bis 2030 rund 500 Millionen Menschen vom Hunger befreien. Dies sei der Beitrag zu dem Ziel der Weltgemeinschaft, den Hunger in der Welt bis 2030 vollständig zu überwinden.

An die Adresse Russlands erging wegen des Ukraine-Konflikts eine deutliche Warnung. Die G7-Staaten verurteilten die Annexion der Krim und forderten die Umsetzung des Minsker Abkommens, sagte Merkel. Wenn es notwendig sein sollte, »was wir aber nicht wollen«, würden die EU-Sanktionen gegen Russland auch verschärft. Die G7-Gruppe war 1998 um Russland erweitert worden. 2014 war das Land aber wegen des Ukraine-Konflikts wieder ausgeschlossen worden.

Update 15.33 Uhr: Die G7-Länder wollen vor Ablauf des Jahrhunderts den Ausstoß von Treibhausgasen auf Null reduzieren. »Wir wissen, dass wir im Lauf des Jahrhunderts eine Dekarbonisierung brauchen«, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag zum Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Oberbayern. Alle G7-Länder werden zur UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember in Paris Verpflichtungen für eigene Klimabeiträge abgeben. Ein Fonds für Klimaschutz in Entwicklungsländern, der von 2020 aus jährlich mit 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln gefüllt werden soll, sei auf dem Gipfel ebenfalls beschlossen worden.

G7 diskutieren Ende des fossilen Zeitalters

Elmau. Im bayerischen Schloss Elmau haben die G7-Staaten am Montag ihr Gipfeltreffen fortgesetzt. Ein Schwerpunktthema des zweiten und letzten Verhandlungstages war der Klimaschutz. Gerungen wurde darum, wie verbindlich sich die sieben führenden Industrienationen in ihrer Abschlusserklärung auf ein Ende des fossilen Zeitalters verpflichten wollen. Frankreichs Präsident François Hollande zeigte sich vorsichtig optimistisch.

Ebenso wie Hollande strebt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Blick auf die Klimakonferenz in Paris Ende des Jahres ein möglichst starkes Signal zur Emissionsminderung an. Hollande zeigte sich am Montagvormittag zufrieden mit den Entwürfen für die Abschlusserklärung zum Thema Klima. »Derzeit geht es in die richtige Richtung«, sagte er kurz vor der Wiederaufnahme der Beratungen. Hollande sprach sich für »realistische und ehrgeizige« Ziele aus.

Die Bekenntnisse der G7 zum Thema Klima werden mit Spannung erwartet. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace rief Merkel und ihre Gipfelgäste zum kompletten Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas auf. Mit einer tausend Meter breiten Laserprojektion aus grünen Buchstaben schrieben die Umweltschützer vor dem Morgengrauen den Aufruf »G7: 100 Prozent Erneuerbare« auf eine Bergwand in unmittelbarer Nähe des Tagungshotels Schloss Elmau.

Greenpeace kritisierte, auch weil G7-Länder wie Deutschland ihren Kohleanteil am Strommix nicht schnell genug reduzierten, sei die Gruppe der sieben führenden Industrienationen noch immer für mehr als ein Viertel des globalen Treibhausgasausstoßes verantwortlich.

Einer der auf Schloss Elmau beratenen Schlüsselbegriffe ist die Dekarbonisierung, also der Abschied von den fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl. Die Frage ist, ob sich die G7 beispielsweise zum Ziel einer vollständigen Dekarbonisierung bekennen und in welchem Zeitrahmen dies angestrebt wird.

Grundsätzlich international vereinbart ist, dass die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt werden soll. Mit welchen konkreten Verpflichtungen zur Emissionsminderung dies aber erreicht werden soll, ist offen. Während sich die vier europäischen Länder im Rahmen der EU auf eine Reduktion um 40 Prozent bis 2020 im Vergleich zu 1990 verständigt haben, sind Kanada und Japan zurückhaltender. In beiden Ländern hat die Kohle weiter einen großen Anteil am Strommix. afp/nd

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