Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Gegen Migranten statt für Juden

95 Prozent aller antisemitischen Straftaten werden von Rechtsextremen begannen / Kein Täter wurde festgenommen

  • Von Fabian Köhler
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Immer öfter kommt es in Deutschland zu Übergriffen auf Juden. Und Schuld daran seien Migranten, heißt es aus den Reihen der CDU. Aktuelle Zahlen zeigen, dass von diesen beiden Aussagen nur eine stimmt.

»Jüdisches Leben in Deutschland - ist es gefährdet?«, fragte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kürzlich bei einem Kongress gegen Antisemitismus. Fast sah es so aus, als wollten Unionspolitiker einmal einen echten Beitrag im Kampf gegen Diskriminierung leisten. Wie gesagt, fast. Denn ihre Äußerungen klangen dann doch nach gewohnter Feindbildpflege: Unions-Fraktionsvize Franz Joseph Jung erkannte beim Antisemitismus in Deutschland einen »Zusammenhang mit den antijüdischen Ressentiments der muslimischen Bevölkerung im Nahen Osten«. Bundesinnenminister Thomas de Maizière machte »Organisationen wie die Hisbollah, Hamas oder auch Salafisten« als Hintermänner aus. Und CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder berief sich auf den umstrittenen Ex-Bürgermeister Berlin-Neuköllns, Heinz Buschkowski. Der Sozialdemokrat schrieb am selben Tag in der »Bild«-Zeitung: »Muslimische Einwanderer sind Träger des Hasses.«

Dabei müsste es zumindest de Maizière ei...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.