Klassenkampf und Machtfrage

Der unbefristete Poststreik erfasst zunehmend auch das flache Land

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Post macht Anti-Streik-Propaganda, Streikende treffen sich im Streiklokal. Die Ausweitung des Arbeitskampfes bei der Post ist noch nicht vorbei.

Im unbefristeten Arbeitskampf bei der Deutschen Post für eine massive Arbeitszeitverkürzung und gegen Lohndumping und Tarifflucht setzt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di auf Ausweitung und Erhöhung des Drucks. So kommt die Streikmaschinerie immer mehr in Fahrt und strahlt der Streik von den großen Brief- und Paketzentren auf ländliche Zustellstützpunkte aus, die schrittweise in den Arbeitskampf einbezogen werden.

»Die Zusteller auf dem Land warten nur darauf, dass sie endlich zum Streik aufgerufen werden«, berichtet ein hessischer ver.di-Vertrauensmann auf nd-Anfrage. Auch in kleinen Dörfern in Taunus oder Westerwald zeige sich eine Mehrheit der Bevölkerung solidarisch und schätze die hohe Qualität der Arbeit hochmotivierter und erfahrener ZustellerInnen.

Unterdessen versammeln sich die Streikenden aus der Stammbelegschaft im großen Briefzentrum Mainz-Kastel, unter ihnen sehr viele Frauen und MigrantInnen, seit Anfang de...


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