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Bernd Kammer sorgt sich über die marode Infrastruktur in Berlin

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Berlin kann auch anders: Eine richtige Vorzeigebaustelle gibt es da im Zentrum der Stadt, alles läuft wie am Schnürchen. Ganz anders etwa als am BER, obwohl genauso umstritten. Nur zwei Jahre brauchte es von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest am Freitag, eine beachtliche Leistung. Zumal, wenn man bedenkt, das am Vorbild an die 400 Jahre gewerkelt wurde.

Allerdings ist der Schlossnachfolger noch längst nicht fertig, vier Jahre werden noch bis zur Eröffnung vergehen. Man soll ja nicht unken, aber bis dahin kann noch einiges passieren, zum Beispiel beim Einbau der Brandschutzanlage. Auf die hatte der alte Schlüter wohlweißlich verzichtet, aber heutzutage wird man daran nicht vorbeikommen, Kulissen sind schließlich leicht entflammbar.

Aber noch ist alles völlig ungefährlich, um den nackten Beton muss man sich nicht sorgen. Eher darüber, dass er zumindest an einigen Ecken noch eine Weile durchschimmern wird, falls den Fassadenspendensammlern die Luft ausgeht. Im Moment allerdings sind sie ziemlich euphorisch, kein Wunder bei all den Millionenspendern, die Gutes tun wollen. Allerdings tut sich gerade eine neue Baustelle auf: Noch ist unklar, wer die 55 Millionen Euro Betriebskosten fürs fertige Schloss übernimmt. Herr Boddien, sammeln Sie noch ein paar Spenden mehr, bitte.

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