Florian Schmid 15.06.2015 / Kultur

Als Tito und Cary Grant einmal über Kleidung redeten

Dem italienischen Autorenkollektiv Wu Ming, bekannt geworden durch den Roman »Q«, ist ein großer Wurf gelungen

Das italienische Autorenkollektiv Wu Ming, bekannt durch seinen Roman »Q«, begann in den 90ern als politische Gruppe, die mit den Mitteln der Kommunikationsguerilla im kulturellen und politischen Kontext intervenierte. In ihrem Roman »54« treffen kommunistische Partisanen auf Cary Grant.

Was passierte denn eigentlich im Jahr 1954, abgesehen vom WM-Fußballsieg der BRD, um den es hier aber überhaupt nicht geht? Das italienische Autorenkollektiv Wu Ming zeigt in seinem genialen Roman »54«, dass dieses Jahr ein historisch bedeutendes war. Denn 1954 verorten die fünf anonymen Autoren das Ende der unmittelbaren Nachkriegsordnung: Ein Jahr nach Stalins Tod reformierte Tito den jugoslawischen Sozialismus, Joseph McCarthy jagte wie besessen Kommunisten, Ho Chi Minh siegte gegen die französische Kolonialbesatzung, es kam zur Indochina-Konferenz in Genf und ein Jahr später brach der Vietnam-Krieg aus.

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