EU-Einlagensicherung tritt am 3. Juli 2015 in Kraft

Rundumschutz für Kleinsparer

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Krisen haben auch ihr Gutes. Als Lehre aus der globalen Finanzkrise 2007/2008 einigten sich die Regierungen der Europäischen Union (EU) auf eine »Bankenunion«. Die wird allerdings von Wirtschaftswissenschaftlern wie Professor Rudolf Hickel von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik, deren »Memorandum 2015« kürzlich erschien ist, als ungenügend kritisiert.

Eine kritische Sicht ist immer angeraten, gerade, wenn es um finanzielle Fragen geht. Doch das Maßnahmepaket für die Bankenunion beinhaltet immerhin strengere aufsichtsrechtliche Auflagen für Banken, Regeln für die geordnete Abwicklung von in Schwierigkeiten geratenen Banken und einen verbesserten Anlegerschutz.

Einlagensicherungsfonds in jedem EU-Land

Alle EU-Länder sind nun verpflichtet, bankenfinanzierte Einlagensicherungsfonds aufzubauen, damit im Entschädigungsfall Bankeneinlagen bis zu 100 000 Euro garantiert sind.

Da immer mehr ausländische Banken auf den lukrativen deutschen Markt drängen und immer mehr Bundesbürger im Ausland eine Bankverbindung unterhalten, ist dies auch eine gute Nachricht für deutsche Sparer.

Jedes Land in der EU muss seine eigenen Einlagensicherungsfonds aufbauen. Die nationalen Fonds sollen grundsätzlich mit 0,8 Prozent der Einlagen ausgestattet werden. In Deutschland hat der Bundesrat in seiner Sitzung am...


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