Die Nicht-Einverstandenen

Es gibt sie, die Kritiker der EU-Abschottung und der Erpressung Griechenlands - doch wie viele das auf der Straße zeigen, mag keiner vorhersagen

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Schicksal Griechenlands entscheidet sich im Juni, das Schicksal Tausender Flüchtlinge jeden Tag. Ein Bündnis will am Samstag in Berlin für Solidarität in Europa demonstrieren.

Wenn deutsche Spitzenpolitiker die griechische Regierung abkanzeln, können sie mit Beifall rechnen. Eindringlich, fast schon beschwörend, klingt nun ein Aufruf, den Kritiker dieser Europapolitik formuliert haben und mit dem sie für den 20. Juni zu einer Demonstration nach Berlin mobilisieren. »Zu lange sah es aus, als wären wir einverstanden«, heißt es darin. Dabei gebe es sie doch, die Menschen, die entsetzt und empört sind, dass Europa derzeit seine fundamentalen Werte verrät, wenn es Griechenland zu Grunde spart und weiter zuschaut, wie Tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Nur sind, und das macht es der Bundesregierung so leicht, diese Nicht-Einverstandenen selten sichtbar.

Das »andere Europa«, für das Attac, die Linkspartei, Gewerkschafter, die Grüne Jugend sowie antirassistische und antikapitalistische Gruppen in ihrem Aufruf werben, soll demokratisch, solidarisch, grenzenlos sein. Mit ihrer Demonstration wollen sie ...


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