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Weichspüler im System

An diesem Freitag wird in Berlin der Deutsche Filmpreis verliehen

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Anmerkungen aus berufenem Munde zum an diesem Freitag verliehenen Deutschen Filmpreis lassen Schlimmes ahnen - zum Zustand des deutschen Films im Allgemeinen und zum Förder- und Auszeichnungssystem im Besonderen. »Es gab mal eine mutigere Regisseur-Generation, Künstler wie Werner Herzog, Wim Wenders oder Volker Schlöndorff«, sagte kürzlich Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Dass das ebenfalls keine besonders mutige Äußerung, sondern eher der kleinste gemeinsame Nenner einer (west-)deutschen Nachkriegs-Filmbetrachtung ist, mag ihr selber aufgegangen sein. Also drehte sie noch schnell »das System« durch den Wolf: »Ich fürchte, dass unser System manche spektakuläre Filmidee schon im Keim hemmt.« In den Fördergremien würden »gute Ideen manchmal so herunterdekliniert, dass nur ein weichgespültes Produkt herauskommt«.

Mal abgesehen davon, dass immer - und auch zu Zeiten der im Übrigen allesamt noch höchst aktiven Herzog/Wende...


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