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Das Verdikt

Roland Etzel über das fehlende Echo auf einen Putin-Vorschlag zu Syrien

Immer spärlicher wurden zuletzt Mitteilungen über Versuche der internationalen Politik, den Krieg in Syrien zu beenden. Nun hat Putin am Freitag in St. Petersburg einen Vorschlag gemacht, bisher allerdings ohne Widerhall.

Vor zwei Jahren noch galt ein sichtbar abgestimmtes amerikanisch-russisches Vorgehen in Bezug auf Syrien als zumindest hoffnungsvoll. Davon ist derzeit nichts mehr zu erkennen. Vor allem aus den USA, aber nicht nur von dort, wird der Eindruck genährt, solange Russland in der Ukraine-Krise nicht nachgegeben habe, können es auch in anderen weltpolitischen Fragen als Krisenmanager nicht vom Westen akzeptiert werden.

Auch die verantwortliche deutsche Politik ist offenbar nicht in der Lage, sich diesem Verdikt zu entziehen. Dass die laut beklagte immer größere Zahl an Syrien-Flüchtlingen etwas mit sehr wesentlich auch europäischer Inaktivität bei der Lösung des nun schon vierjährigen Konflikts zu tun hat, ist doch eine Erkenntnis, die man mit Händen greifen kann, eigentlich. Gutmenschentum gibt es nicht in der Politik. Russland hat Interessen in Syrien, die USA/Westeuropa und noch einige andere ebenso; schon vor dem Streitfall Ukraine und jetzt immer noch. Wen bestraft man eigentlich, wenn man so tut, als wäre Russland, das man bis 2013 für eine Syrien-Lösung für unentbehrlich erklärte, nun auch hier zu ignorieren gedenkt?

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