Werbung

Erdogans Drohung

Roland Etzel zum Drängen des türkischen Präsidenten auf Neuwahlen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Als hätte es keinen 7. Juni gegeben; keinen Wahltag in der Türkei, an dem die Bevölkerung recht vernehmlich Nein gesagt hat zu Erdogans Plan, aus dem türkischen Parlament eine Akklamationsmaschine unter präsidialer Regentschaft zu machen. Der türkische Präsident verweigert sich einfach der Einsicht, dass seine Partei die absolute Mehrheit gerade deshalb verloren hat, weil immer mehr Menschen der Gedanke eines allmächtigen Staatslenkers umso unheimlicher wurde, je mehr sich ihnen Erdogan als der dafür Auserwählte aufdrängte.

Deshalb droht er bereits jetzt damit, Neuwahlen auszurufen, obwohl nicht einmal die Hälfte der Zeit um ist, die eine Regierungsbildung dauern darf. Damit es beim zweiten Mal - in Erdogans Sinn - besser klappt, muss jetzt Verunsicherung beim Wähler gesät werden, zum Beispiel, indem man ihm ein schlechtes Gewissen einredet für den gezeigten Ungehorsam.

Der Großwirtschaft ist diese Kiste wohl nicht sicher genug. Sie denkt anscheinend nüchterner als der verhinderte Sultan. Deshalb sagt sie, sie möchte keine Neuwahl, aber trotzdem Erdogan. Sie tut, was Industrieverbände in Situationen, wo der Platzhirsch gestolpert ist und politische Alternativen drohen, häufig tun. Sie blicken ein bisschen nach Deutschland und schwätzen von der Notwendigkeit einer Großen Koalition.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen