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Geld oder Zeit

Grit Gernhardt findet Mehrarbeit nicht unbedingt erstrebenswert

Knapp drei Millionen Beschäftigte wollen mehr arbeiten! Diese Meldung dürfte das Herz so manches Unternehmens höher schlagen lassen. Kleiner Wermutstropfen für die Arbeitgeber: Jene, die laut Statistischem Bundesamt unterbeschäftigt sind, würden zwar sofort mehr Wochenstunden ableisten - allerdings nur, wenn sie dafür auch mehr Geld bekämen.

Die wenigsten Beschäftigten rissen sich um 47 oder mehr Wochenstunden, wenn sie mit ihrem Lohn auskämen. Besonders deutlich wird das, wenn man sich die Unterschiede nach Geschlechtern ansieht: Mütter arbeiten oft Teilzeit. 1,2 Millionen Frauen in Teilzeit würden länger arbeiten, sagen die Statistiker. Warum, wurde nicht gefragt. Möglicherweise langweilen sie sich mit Kindern, Haushalt, Behördengängen und Arztterminen und wollen lieber sieben Tage die Woche im Büro sitzen. Es ist aber eher zu vermuten, dass sie am Ende des Geldes nicht wissen, wie sie den Monat rumbringen sollen. Auch viele Männer würden ihre Arbeitszeit aufstocken - über 900 000 davon arbeiten aber schon Vollzeit. Wer bereit ist, noch mehr zu schuften, hat oft Angst, das Aufkommen seiner Familie nicht sichern zu können. Abhilfe schaffen könnten Löhne, die auch für Teilzeitbeschäftigte zum Leben reichen. Flexiblere Arbeitszeitmodelle sind auch eine gute Idee - allerdings nur, wenn Beschäftigte sich freiwillig dafür entscheiden und nicht aus Existenznot dazu gezwungen sind.

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