Dierk Hirschel 26.06.2015 / Kommentare

Abwehrkampf beim gelben Riesen

Das Lohndumping bei der Post hat allein den Zweck, die Taschen der Aktionäre zu füllen, meint Dierk Hirschel

In den vergangenen Wochen wurden viele Geburtstagsgeschenke, Online-Bestellungen und Behördenbescheide nicht mehr zugestellt. Über 30 000 Postler streiken. Dieser Tarifkonflikt ist keine normale Lohnrunde sondern ein Abwehrkampf. Die Postbeschäftigten wehren sich gegen die organisierte Tarif- und Mitbestimmungsflucht ihres Arbeitgebers. Der Vorstand des gelben Riesen unterläuft durch die Neugründung einer hausinternen Billigfirma den eigenen Tarifvertrag - ein Lohndumping-Trick, mit dem bereits Schlecker und Karstadt gescheitert sind.

Im Januar gründete die Deutsche Post AG 49 neue Regionalgesellschaften, die künftig die Paketzustellbezirke bedienen sollen. Damit brach der Postvorstand einen mit ver.di ausgehandelten Vertrag zum Schutz vor Fremdvergabe. In den Billiggesellschaften bekommen jetzt 6500 Zusteller weniger Lohn für gleiche Arbeit. Sie müssen auf bis zu 20 Prozent ihres bisherigen Jahresgehalts verzichten. Die meisten B...

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