In den Provinzialismus gedrängt

Anstatt zu vereinen, zersplitterte die gemeinsame Währung Europa - mit Folgen auch für Griechenlands Außenpolitik

  • Von Alexandros-Andreas Kyrtsis
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Nach dem Beitritt Griechenlands zur EWG verschmolzen die außenpolitischen Ziele Athens mit denen der EU. Die Finanzkrise markierte jedoch einen Bruch.

Der Annäherungsprozess an die europäische Integration verlief in den 1970er- und 1980er-Jahren in Griechenland nicht reibungslos. Aber trotz der Einwände von Linken und Nationalisten entwickelte sich das Land aufgrund eines breiten Konsenses zunehmend zu einer »Provinz« des neuen europäischen transnationalen Gebildes.

Die Beitrittsverträge und die darauffolgende Beteiligung an den verschiedenen Gremien, in denen die griechischen Vertreter für die gemeinsamen europäischen Politiken mitverantwortlich zeichneten, hatten eine strukturelle, aber auch eine symbolische und noch mehr eine psychologische Wirkung. Durch diesen Prozess der Politikgestaltung, den die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag in den Medien verfolgen konnten, fühlten sich die Griechinnen und Griechen immer mehr als Teil eines zur Integration strebenden Europas.

Die europäischen Institutionen hatten eine gewisse Schutzrolle vor äußeren und inneren Feinden und außenp...

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