Emran Feroz 03.07.2015 / Ausland

Afghanistans hoher Blutzoll

Rund 3000 Menschen sind den Drohnen-Angriffen der USA zum Opfer gefallen

Afghanistan ist das am meisten von Drohnen bombardierte Land der Welt. In den vergangenen sechs Monaten wurden dort mindestens 400 Menschen durch die unbemannten Todesmaschinen ermordet.

Am Dienstag zielte eine US-amerikanische Drohne auf zwei Häuser in einem Dorf in Nangarhar im Osten Afghanistans. Dann drückte der Pilot, womöglich im deutschen Ramstein sitzend, auf den Knopf. Mindestens vierzehn Menschen wurden getötet. Wer sie waren, ist unklar. Diverse Medien listeten sie wie gewohnt als »Terrorverdächtige« auf. Der jüngste Angriff war einer von vielen. Allein im Juni fanden mindestens zwanzig Drohnen-Angriffe in Afghanistan statt. Dabei wurden über einhundert Menschen getötet. Seit Beginn des Jahres sind mindestens 400 Afghanen den »Todesengeln«, wie Drohnen dort von den Einheimischen genannt werden, zum Opfer gefallen.

Kurz nach den Anschlägen des 11. Septembers begann in Afghanistan die Geschichte des Drohnen-Krieges der USA. Am 7. Oktober 2001 hatten US-Piloten im Combined Air Operations Center (CAOC) in Saudi-Arabien eine Menschenmenge im südafghanischen Kandahar, dem Machtzentrum der damaligen Taliban-Re...

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