Werbung

Goldruinen

Marcus Meier über das konzernfreundliche Energiepaket der Bundesregierung

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Wenn ein Kohlefreund wie SPD-Chef Sigmar Gabriel plötzlich als der Klimavorreiter der Bundesregierung gilt - in diese Rolle war er durch seine geplante Kohleabgabe für alte Kraftwerke gerutscht -, dann sagt allein das einiges aus über die reale Bedeutung des Klimaschutzes im angeblichen Klimamusterland Deutschland. Der Bundeswirtschaftsminister wollte die Stromriesen per Abgabe dazu bringen, in Eigenregie sieben Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr auszustoßen. Damit wären sie auf den Stand von 2009 zurückgekehrt. Nicht mehr als das.

Stattdessen werden nun potenzielle Industrieruinen zur Gelddruckmaschine: Deutschland subventioniert fünf uralte Kohlekraftwerke milliardenschwer dafür, dass sie als »Reserve« zur Verfügung stehen. Der Bürger blecht: knapp eine Million Euro pro Dreckschleuder und Woche. Gabriels Einsparziele sind derweil vom Tisch. Der SPD-Chef steht nun blöd da, düpiert von der »Klimakanzlerin«, den Energiekonzernen und Kohlekumpeln.

Aber allein unsere 30 größten Kohlekraftwerke sind für ein Viertel der bundesdeutschen Klimagase verantwortlich. Der schnelle Kohleausstieg bleibt daher ohne Zweifel notwendig. Letztlich müssen wir bis 2050 auf ein Zehntel des Treibhausgasausstoßes von 1990 herunterkommen. Das ist keineswegs eine weltfremde Utopie linker Ökospinner, sondern wissenschaftlich fundiertes offizielles Ziel der Bundesregierung.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen