Gegen die Ausgrenzung

DGB-Experte fordert neue Maßnahmen zur Eindämmung der Langzeitarbeitslosigkeit

  • Von Roland Bunzenthal
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Langzeiterwerbslose werden von den Jobcentern unzureichend betreut. Der DGB will das mit mehr Personal und Durchhalteprämien ändern.

Eine Million Frauen und Männer in Deutschland sind offiziell aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt. Sie sind arbeitslos ohne echte Chance auf einen neuen Job. Im Fachjargon heißen sie Langzeitarbeitslose, schwer Vermittelbare oder Problemgruppen. Ihnen ist vorbestimmt, dass sie im Alter keine ausreichende Rente erhalten und zum Dauerkunden der Grundsicherung verdammt sein werden. Wilhelm Adamy, Abteilungsleiter Arbeitsmarkt beim DGB und Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit, hat noch einen weiteren Terminus für diese Menschen parat: »gering Qualifizierte«.

In der Tat haben die erwähnten Gruppen eine signifikante Überschneidung. 56 Prozent aller Erwerbslosen haben keinen Berufsabschluss und sind nicht zuletzt deshalb meist schon länger auf die Hilfe der Jobcenter angewiesen. Berufliche Qualifikation wird immer stärker zum Selektionskriterium - 2009 waren erst 49 Prozent der Betroffenen ohne Abschluss.

Und genau hi...


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