Mosekunds Montag

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.

Ein Nachbar, der unter Herrn Mosekund wohnte, klingelte aufgeregt. »Was ist los?«, fragte Herr Mosekund, als er die Tür geöffnet hatte. »Das wollte ich Sie fragen«, rief der Nachbar, »immerzu klirrt es bei Ihnen. Feiern Sie etwa Polterabend?« - »Wo denken Sie hin«, antwortete Herr Mosekund, »ich bereite ein Zauberkunststück für das Sommerfest der Hausgemeinschaft vor. Ich stelle zehn Teller hochkant so aufeinander, dass sich eine Spirale ergibt.« - »Ziemlich schwierig, wie?«, fragte der Nachbar. »Überhaupt nicht«, erklärte Herr Mosekund, »eigentlich beherrsche ich die Nummer selbst im Schlaf.« - »Das höre ich!«, entgegnete der Nachbar. »Alles Absicht«, sagte Herr Mosekund, »ich lasse den Trick jetzt hundert Mal scheitern, damit er beim Sommerfest klappt.« Der Nachbar schaute zweifelnd. »Ich nenne das«, sagte Herr Mosekund, »den negativen Vorführeffekt.«

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