Jahrelanges Warten auf den Bericht

Nach der Entgleisung eines Güterzuges in Hessen 2013 fehlt die amtliche Erklärung

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die sich in die Länge ziehenden Untersuchungen nach der Entgleisung eines Güterzugs bei Rüdesheim 2013 schüren Ängste von Anrainern und Bahnlärmkritikern vor einem neuen Unfall.

Der aus Autotransportwaggons bestehende leere Güterzug befand sich am 9. Juni 2013 auf dem Weg von den Niederlanden in Richtung Rumänien, als in den frühen Morgenstunden bei Lorch (Rheingau) die hinteren vier Waggons entgleisten. Ohne Auslösung einer Notbremsung oder Warnung wurden die aus den Schienen gesprungenen Waggons noch gut zehn Kilometer weit bis kurz vor Rüdesheim mitgeschleift. Dabei wurden Schwellen, Kabelschächte, Weichen, Signalmasten beschädigt und abgestellte Autos von aufgewirbelten Schottersteinen zerbeult.

Die rechtsrheinische Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Koblenz blieb tagelang gesperrt. Dies bescherte den lärmgeplagten Anwohnern eine unverhoffte Nachtruhe. Die Trasse ist einer der wichtigsten europäischen Güterbahnkorridore. Hier verkehren vor allem nachts die Züge im Abstand von wenigen Minuten. Die deformierten Waggons blieben Monate vor Ort stehen, bevor sie zur Untersuchung in eine Werkstatt in Kaiser...


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