Tom Mustroph 06.07.2015 / Kultur

Odysseus’ Rückkehr nach Lichtenberg

Das Gefangenentheater »aufBruch« gastiert mit einer Interpretation von Homers Tragödie im ehemaligen Stadtbad

Niemand kommt aus einem Krieg so heim, wie er in ihn gezogen ist. Und niemand findet die Heimat, die er verlassen hat, so vor, wie sie ihm unterwegs in verträumter Erinnerung erschien. Diese beiden Erkenntnisse schält das Gefangenentheater »aufBruch« auf immer neue Weisen aus ihrer Bearbeitung des Odyssee-Stoffes heraus. Es macht dies eindrucksvoll, mit Chören von vergewaltigenden Männern und plündernden Frauen, Chören der dahingeschlachteten und immer wiederkommenden Gestalten, und auch mit Hilfe von starken Einzelfiguren wie Odysseus selbst und der Königin der Strandplünderer namens Athene.

Irina Weihrich empfängt in breitestem Berlinerisch als vom Götterhimmel auf eine Strandgutlandschaft herabgesunkene Athene den sogar noch stärker zerlumpten Troja-Versehrten Odysseus mit den Worten »Aus einem Krieg, Held Trojas, ist noch keiner heimgekehrt - jedenfalls nicht als der, der er war. Willkommen in Ithaka.«

Der Insel selbst is...

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