Werbung

Mit Rückenwind nach Addis Abeba

Martin Ling über die Aufstockung beim Entwicklungshaushalt

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das Zeichen hätte schlechter ausfallen können: Wenige Tage vor Beginn der Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba wurden die Mittel für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) für kommendes Jahr deutlich aufgestockt: Um 13,5 Prozent - und damit weit stärker als um die 3,4 Prozent des Gesamthaushalts.

Offenbar wächst die Einsicht, dass Entwicklungszusammenarbeit in einer Welt an Bedeutung gewinnen sollte, die von Ebola-, Hunger-, Flüchtlingskrise bis hin zum Klimawandel immer mehr Herausforderungen mit sich bringt, die ungelöst auch dem Norden zum Problem werden.

Wozu sich die Bundesregierung aber trotz entsprechender unverbindlicher EU-Beschlüsse nach wie vor nicht bereit erklärt, ist, einen konkreten Stufenplan vorzulegen, um das Ziel von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Öffentliche Entwicklungshilfe zu erreichen, was die alten EU-Staaten bis 2015 zu erreichen versprochen hatten. Bis auf fünf sind alle kläglich dran gescheitert, auch die wirtschaftliche Supermacht Deutschland mit derzeit 0,4 Prozent.

In Addis Abeba geht es um nicht weniger als darum, das Fundament der Finanzierung für die nachhaltigen Entwicklungsziele SDG zu legen, die ab Herbst auf die Millenniumsziele folgen. Entwicklungshilfe kann dabei nur ein Pfeiler sein. Viel gewichtiger wäre es, den Steuerschlupflöchern und Steueroasen dieser Welt konzertiert den Kampf anzusagen. Allein aus Afrika sind in den vergangenen 30 Jahren 1,2 Billionen Dollar unversteuert abgeflossen, was die Entwicklungszuflüsse um mehr als das Doppelte übertraf. Ohne Steuergerechtigkeit bleibt Entwicklung ein Traum.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen