Flecken am 36-Millionen-Brikett

Der umstrittene Erweiterungsbau des Sprengel-Museums in Hannover wird erneut zum Thema

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Hässlich fleckig sei der neue Anbau des Sprengel-Museums, heißt es in Hannover. Doch nicht nur Farbveränderungen im Beton sorgen für Ärger, sondern auch die Mehrkosten von zwölf Millionen Euro.

Wieder einmal ist Bürgerzorn entflammt rund um den »Bunker«. Mit diesem Begriff titulieren nicht wenige Hannoveraner den Erweiterungsbau des Sprengel-Museums, in den rund 1600 Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts einziehen sollen. Düster wirkt der graue, 75 Meter lange und 14 Meter hohe Komplex nahe dem Maschsee auf viele Betrachter. Manche nennen ihn »Brikett am See« oder sprechen vom »Sarg«. Nun gibt umstrittene Objekt erneut Anlass zum Ärgern: Die graue Fassade wirkt scheckig und fleckig.

Die Stadt Hannover, sie beteiligt sich als Bauherrin mit 14 Millionen Euro am Projekt, bezeichnete die störenden Farbnuancen gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) als »Gewährleistungsmängel«, für die das Bauunternehmen aufkommen müsse. Die Fassade solle gereinigt und dann mit einer Schutzschicht versehen werden.

Zweifel an der Effizienz einer solchen Heilmaßnahme hegt Professor Ludger Lohaus, Betonexperte an der Leibniz...


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