Selbstmordattentat bei Aleppo

25 syrische Soldaten getötet / Obama verspricht langen Militäreinsatz gegen IS

In Syrien toben Kämpfe zwischen Armee und Dschihadisten. Derweil hat US-Präsident Obama die Notwendigkeit eines langjährigen Einsatzes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat bekräftigt.

Beirut. Bei einem Selbstmordanschlag eines mutmaßlichen Mitglieds der Dschihadistenmiliz Nusra-Front im Norden Syriens sollen 25 Soldaten der syrischen Regierung getötet worden sein. Der Attentäter habe sich in Al-Sahra, einem Vorort von Aleppo, in einem Fahrzeug in die Luft gesprengt, erklärte die in London sitzende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag. Die Explosion habe sich vor einem Waisenhaus im Bereich der Regierungstruppen ereignet. Anschließend habe es erbitterte Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gegeben.

Aleppo war früher eine bedeutende syrische Wirtschaftsmetropole. In dem seit Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg wurde die Stadt schwer zerstört. Die Regierungstruppen kontrollieren den Westen der Stadt, unterschiedliche Rebellengruppen haben sich im Osten festgesetzt. Vergangene Woche hatten Rebellengruppen eine Offensive begonnen. Die Nusra-Front ist der syrische Arm von Al Qaida.

US-Präsident Barack Obama hat eine Intensivierung des Kampfes gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angekündigt. Der Schwerpunkt liege auf Luftschlägen gegen die IS-Hochburgen in Syrien und die dort ansässige Führung der Dschihadisten, sagte Obama am Montag nach Beratungen mit Geheimdienst und Militär. Am Wochenende hatte die US-geführte Koalition bei den bislang umfangreichsten Luftangriffen in Syrien die IS-Hochburg Rakka ins Visier genommen. Die IS-Miliz hat Teile Iraks und Syriens besetzt und vor einem Jahr ein grenzüberschreitendes »Kalifat« ausgerufen. AFP/nd

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