Deutsches Wesen

Tom Strohschneider über die Radikalisierung an der medialen Heimatfront

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Heute ist für das medien-deutsche Wesen, an dem wenigstens die europäischen Welt wenn schon nicht genesen darf, wie Griechenland, so doch zumindest artig vor ihr kuschen soll, die »Bild«-Zeitung zuständig.

»Auswärtige Conflicte zu suchen, um über innere Schwierigkeiten hinwegzukommen«, dagegen müsse er sich verwahren, so antwortete Otto von Bismarck, damals noch preußischer Ministerpräsident auf die Kritik der Liberalen an einer Rede, die im deutschen Gedächtnis bis heute lebendig ist. Viel zu lebendig, wie das papierne Ressentiment namens »Bild«-Zeitung am Dienstag wieder unter Beweis stellte.

Der spätere Reichskanzler hatte im Streit um eine Heeresreform im September 1862 seine berüchtigte Eisen-und-Blut-Rede gehalten - es ging um Gewalt und Außenpolitik und um das Selbstverständnis autoritärer Herrschaft. »Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden«, so Bismarck damals in ausdrücklicher Absage an den Geist der bürgerliche Revolution von 1848, »sondern durch Eisen und Blut«.

Bismarck hatte sich das »Eisen-und-Blut«-Bild zwar nur ausgeborgt von Max von Schenkendorf, der unte...

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