CO2-Zertifikate werden verknappt

EU-Parlament beschließt die Zurückstellung von rund 1,5 Milliarden Emissionsrechten

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eigentlich sollte der Emissionshandel einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Doch da die Preise für die CO2-Zertifikate im Keller sind, musste die EU nachsteuern.

Die Verschmutzung der Atmosphäre mit Treibhausgasen wird in Zukunft teurer werden. Das Europaparlament hat am Mittwoch in Straßburg eine Verknappung der CO2-Emissionszertifikate beschlossen. Bevor die Neuerung rechtskräftig wird, müssen die EU-Staaten noch auf Ministerebene zustimmen. Von der Maßnahme erhofft sich die EU einen verstärkten Beitrag zum Klimaschutz - Linken und Umweltschützern geht die Initiative aber nicht weit genug.

Europa möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent senken. Um dies zu erreichen, wurde der EU-weite Emissionsrechtehandel (ETS) im Jahr 2005 eingeführt. Mittlerweile nehmen in Deutschland die Betreiber von rund 1800 Anlagen an dem Handel teil. Europaweit sind es über 11 000 Anlagen, die für 45 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Dabei wurde ihnen ein gewisses Kontingent an Verschmutzungsrechten zunächst kostenlos zugewiesen. Verbrauchen sie diese...

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