Tom Mustroph 09.07.2015 / Sport

Ein Pieks zur Nacht

Die UCI will Doper zu später Stunde testen, darf aber nicht - jetzt soll die Polizei helfen

Die Reformkommission hat sie vorgeschlagen, und die Antidopingkommission des Radsport-Weltverbands UCI will sie auch ausführen, aber die Rechtslage hält sie davon ab. Zumindest bei der Tour de France: Dopingkontrollen zur Schlafenszeit.

Bislang konnten Doper ruhig planen. Zwischen 11 Uhr abends und 6 Uhr morgens mussten sie nicht befürchten, dass ein Kontrolleur bei ihnen vorstellig werden würde. Für zahlreiche Experten im Kampf gegen medizinische Manipulationen wirkte dies wie ein Freibrief zum Mikrodosendoping. Selbst der Kölner Antidopingexperte Wilhelm Schänzer, dessen Labor zu den bestausgestatteten gehört und der mit dem dortigen Equipment »die Mikrodosierung von Epo auch nach Tagen noch für nachweisbar« hält, befürwortet Nachtkontrollen als »Mittel der Abschreckung«. Die Reformkommission der UCI empfahl deshalb, Nachtkontrollen vorzunehmen.

Bei den Radprofis und ihren Betreuern stieß dieser Vorschlag auf unterschiedlic...

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