Leben mit Brüchen

Zum Tod von Ruth Kraft

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Innerhalb von 50 Jahren hat sie zwei Dutzend Bücher veröffentlicht. Ihr wohl wichtigstes: Der Roman »Insel ohne Leuchtfeuer« führt in die NS-Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wo Ruth Kraft von 1940 bis 1943 technische Rechnerin in der Aerodynamischen Abteilung war.

Von 1950 beginnend, zwei Dutzend Bücher innerhalb von fünfzig Jahren: Was davon bleibt? Immerhin ist das letzte Werk von Ruth Kraft, ihre Autobiografie »Leben von der Pike auf«, erschienen im Jahre 2000, lieferbar. Ein kleiner Verlag in Torgau nahm sich ihres »Schildbürgerbuchs« von 1953 an. Sie war ja am 3. Februar 1920 in Schilda geboren worden. Man freut sich auch, dass ihre Romane, »Insel ohne Leuchtfeuer« und »Menschen im Gegenwind« auf dem Buchmarkt zu haben sind.

Viele ihrer frühen Bücher handelten von Tieren. Dass sie für Kinder und Jugendliche schrieb, hing auch damit zusammen, dass sie nach dem Krieg im Jugendfunk des Senders Leipzig tätig war. 1959 aber folgte ein Roman, der immer wieder genannt werden würde, wenn von ihr später die Rede war: ...


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