Petry ganz oben

Nach ihrem Sieg beim Parteitag in Essen zeigt sich die AfD-Chefin selbstbewusst

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bei der ersten Pressekonferenz des neuen Bundesvorstands konnte Frauke Petry den Verdacht nicht zerstreuen, dass die AfD einen Rechtsruck vollzieht. Den Mitgliederschwund sieht Petry als »Befreiungsschlag«.

Stürmische Zeiten, nicht nur in Europa, sondern auch bei den Eurokritikern von der Alternative für Deutschland (AfD). Nach dem Austritt von Mitbegründer Bernd Lucke verliert die Partei nicht nur Mitglieder, sondern wird sich wohl auch inhaltlich neu aufstellen. Angesichts der Gemengelage war die Umstände der ersten Pressekonferenz des neuen Bundesvorstands irgendwie passend. Auf dem Dach des Westberliner Bürohauses, in dem die AfD residiert, stellten sich die fünf Vorstandsmitglieder den Fragen der Journalisten und dem heftigen Wind, der nicht nur am Aufsteller mit dem Parteilogo rüttelte, sondern auch so manches Wort davontrug. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich die neue, alte Parteichefin Frauke Petry Gehör verschaffen. Sichtlich selbstbewusst wirkte die studierte Chemikerin. Kein Wunder, hatte sie sich auf dem Essener Parteitag am vergangenen Wochenende doch gegen ihren Konkurrenten Lucke durchgesetzt.

Auch wenn die ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.