Festnahmen bei Tag der Offenen Tür in Flüchtlingsunterkunft

Nach Anzeige durch polizeibekannten Neonazis nahm die Polizei eine Sprecherin und Aktivistin der Initiative »Hellersdorf hilft« fest

  • Von Tim Lüddemann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurde am Freitagabend eine neue Unterkunft für Flüchtlinge mit einem Tag der Offenen Tür eröffnet. Die rechte NPD hatte in der Nähe eine Kundgebung angemeldet, zahlreiche Gegendemonstranten waren vor Ort. Ein der rechten Szene zuzurechnender 42-Jähriger, gegen die die Polizei ermittelt, erstattete Anzeige gegen eine Flüchtlingsaktivistin. Sie wurde daraufhin festgenommen.

Am Freitagabend wurde die Sprecherin des Vereins »Hellersdorf hilft« auf einer Kundgebung für Geflüchtete in Marzahn bedroht und dann überraschend von der Polizei festgenommen. Anlass sah die Polizei in einer Anzeige, die ein amtsbekannter Neonazi gegen die Flüchtlingshelferin stellte, da sie ihn als Nazi bezeichnet hatte. Laut Mitteilung des Vereins handelt es sich dabei um den gleichen Mann, gegen den bereits am Donnerstagabend eine Hausdurchsuchung im Zuge der Ermittlungen wegen Bedrohung des Flüchtlingsvereins und Verstoßes gegen das Waffengesetz durchgeführt wurde (»nd« berichtete).

»Der 42-jährige Neonazi war ungehindert auf die Kundgebung für Geflüchtete gelangt, filmte die TeilnehmerInnen und wurde auf mehrfache Aufforderungen des Kundgebungsanmelders nicht von der Polizei des Platzes verwiesen«, so »Hellersdorf hilft«. Michael Trube von der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (MBR) sagte dem »nd«, er habe eine...

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