»Was mich wirklich quält«

Schäuble begehrt gegen Merkel auf. Die Kanzlerin hat ihren Finanzminister nun in die Schranken gewiesen

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Der Finanzminister repräsentiert jene Bevölkerungsmehrheit, die einen Anspruch auf Vorrang in Europa erhebt. Das kann Merkel gefährlich werden in Zeiten, in denen die Gesellschaft nach rechts rückt.

Es ist kein lauter Streit, niemand pöbelt herum, wie man es bisweilen aus der CSU kennt. Doch zu übersehen ist der Konflikt zwischen Angela Merkel und Wolfgang Schäuble schon länger nicht mehr. Es geht um die Berliner Griechenland-Politik, auch um Europa, auch um die Wortführerschaft in der CDU. Leise, aber in aller Schärfe. Es ist ein Streit, der das Fundament der Bundesregierung berührt, auch die Kanzlerschaft Merkels.

Merkel hat jetzt ein Ende der Debatte verlangt, ein für die CDU-Vorsitzende deutliches Machtwort, verbunden mit der klaren Ansage an ihren Finanzminister, er solle nicht einmal daran denken, eine andere Linie zu verfolgen als die nun auf dem Brüsseler Gipfel vereinbarte. »Ich glaube, dass das Wichtige jetzt wirklich das Ergebnis ist. Und das muss jetzt umgesetzt werden«, sagte Merkel am Sonntagabend in der ARD.

Dies war in den Medien als Reaktionen auf die Differenzen zwischen Schäuble und Wirtschaftsminister...


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