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Zu hohe Gewinne

Simon Poelchau über die steigenden Gehälter der DAX-Vorstände

Seit Längerem schwelt die Verteilungsdebatte schon. Sie flammt immer wieder leicht auf, wenn es neue Zahlen gibt. Ein beliebter Aufreger sind dabei die Gehälter der Topmanager der DAX30-Konzerne, die mit durchschnittlich rund 3,4 Millionen Euro mittlerweile das rund 54-Fache eines normalen Angestellten in einem DAX30-Konzern verdienen.

Da wird die Verteilungsdebatte auch nicht wieder herunter gekocht mit dem Verweis, dass die Vorstandsgehälter mit 1,5 Prozent im Schnitt langsamer gewachsen sind als die Lohntüte des Normalverdienenden hierzulande, die im Schnitt 3,8 Prozent mehr Geld beinhaltete als ein Jahr zuvor. Denn zumindest innerhalb der DAX30-Konzerne wuchs die Kluft, weil der Durchschnittsangestellte vergangenes Jahr quasi keine Gehaltserhöhung bekam.Doch lenkt die Debatte um die exorbitant hohen Managergehälter auch von einer anderen Sache ab: nämlich davon, dass die Gewinne im vergangenen Jahr um rund 6,8 Prozente zulegten. Die Einkommen der Kapitaleigner wuchsen also fast doppelt so schnell wie die Löhne derjenigen, die ihnen diese Gewinne erst erwirtschaften - das Heer der normalen Angestellten. Dies sollte die Verteilungsdebatte noch viel mehr anfachen als die Managergehälter. Die Gewinne sind also zu hoch - und die Löhne noch viel zu niedrig.

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