Linke, Antifas und Talkshows lassen mich hilflos zurück

Filmregisseur Dietrich Brüggemann über seinen neuen Film »Heil«

  • Von Katharina Dockhorn
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Dietrich Brüggemanns neuer Film »Heil« ist eine deutsche Satire, die nicht nur Neonazis, sondern das ganze Land respektlos durch den Kakao zieht. Mit dem Filmregisseur und Drehbuchautor sprach Katharina Dockhorn.

Der Titel lässt vermuten, dass Sie sich dem Stoff der Neonazi-Szene stellen. Ihr Film geht aber weit über den engen Fokus hinaus?
Nach dem NSU-Skandal, der in den Medien ausführlich breit getreten wurde, hatte ich das Gefühl, ich muss schnell reagieren und dass es nicht reicht, alleine die rechte Szene zu betrachten. Das Versagen des Verfassungsschutzes und der massenhafte Einsatz von V-Leuten in der Führungsebene der NPD ist ja bereits seit dem gescheiterten Versuch bekannt, die NPD gerichtlich verbieten zu lassen. Ich habe mich dann an »Schtonk« orientiert. Für Helmut Dietl war der Skandal um die Hitler-Tagebücher der Anlass, die Betrachtungsweise der Nazizeit in der deutschen Gesellschaft zu zeigen. Diese Ära ist der Teil der Geschichte, auf den alles zuläuft und zu dem jeder Deutsche eine Meinung hat.

Ist es nicht gefährlich, die Vertreter der rechten Szene vor allem als Dumpfbacken zu porträtieren?
Bösewichter sind im Kino ...


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