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Universität der Künste hofft auf Ai Weiwei

Nachdem der regierungskritische chinesische Künstler Ai Weiwei am Mittwoch seinen Pass zurück erhalten hat, hofft die Berliner Universität der Künste, dass Ai Weiwei vielleicht schon bald seine auf drei Jahre angelegte Gastprofessur antreten kann, die er 2011 angenommen hatte. Der Lehrstuhl wird von der Einstein-Stiftung finanziert, die ihre Zusage auch aufrecht halte, bestätigte ein Sprecher der Hochschule dem epd. Die Gastprofessur rücke nun »möglicherweise in greifbarere Nähe«. Der Präsident der Universität der Künste, Martin Rennert, hatte laut dem Sprecher schon vor der Rückgabe des Passes für Oktober ein Treffen mit Ai Weiwei in Peking geplant.

Allerdings war zunächst nicht klar, ob der 57-Jährige volle Reisefreiheit genießt und jederzeit ein Ausreisevisum bekommt. Der Konzeptkünstler hatte bei der Gestaltung des 2008 eröffneten Pekinger Olympiastadions mitgewirkt, aber auch die Behörden wegen Bausünden nach einem Erdbeben kritisiert. Im April 2011 war er überraschend festgenommen worden, als er nach Hongkong ausreisen wollte. Erst nach 43 Tagen gab es wieder ein Lebenszeichen von Ai Weiwei, der schließlich nach drei Monaten freikam, unter Hausarrest gestellt wurde und dann Peking lange nicht verlassen durfte. Ihm wurden damals Steuervergehen in Millionenhöhe vorgeworfen. Zuletzt konnte er in China aber wieder Ausstellungen realisieren. Ai Weiwei gilt als Künstler, der immer wieder die Grenzen der Meinungsfreiheit in China auslotet.

Von Ai Weiwei waren in der Vergangenheit in Berlin mehrfach Werke zu sehen. So fand im vergangenen Jahr die Ausstellung »Ai Weiwei - Evidence« im Berliner Gropius-Bau viel Beachtung. epd/nd

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