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Steinbrück: Wenn schon verlieren, dann aber mit Gabriel

SPD-Politiker spricht sich für Kanzlerkandidatur des Parteichefs aus

Peer Steinbrück hält einen Wahlsieg der SPD bei den Bundestagswahlen 2017 für unwahrscheinlich und sieht seine Partei eher bei 30%. Als Kanzlerkandidaten schlägt er Parteichef Sigmar Gabriel vor.

Berlin. Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich für eine Kanzlerkandidatur von SPD-Chef Sigmar Gabriel bei der kommenden Bundestagswahl ausgesprochen. »Unabhängig von seinem Amt als Parteichef ist Gabriel derjenige, der sich aufgrund seiner Fähigkeiten am besten für den Job des Kanzlerkandidaten anbietet«, sagte Steinbrück der »Bild am Sonntag«.

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat hält einen Wahlsieg seiner Partei mit ihrem derzeitigen Profil allerdings für unwahrscheinlich. »Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben über 30 Prozent zu kommen. Sie mobilisiert nicht, sie weckt keinen Enthusiasmus, sie reißt niemanden mit.« Die SPD versäume es, zentrale Zukunftsfragen zu thematisieren und fixiere sich zu sehr auf das »Thema soziale Gerechtigkeit«, sagte Steinbrück, der bei der Bundestagswahl 2013 als Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antrat und scheiterte.

Die Debatte über einen Kanzlerkandidaten der SPD war durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) losgetreten worden. In einem Interview äußerte er die Überlegung, dass die SPD angesichts der großen Beliebtheit Merkels bei der Bundestagswahl 2017 auch auf einen Kanzlerkandidaten verzichten könnte. Für die SPD könne das Wahlziel auch lauten, an der nächsten Regierung wieder beteiligt zu sein, sagte Albig. In seiner Partei sorgte er damit für massive Verärgerung. AFP/nd

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