Gabriels Gunst, Glück und Gegner

Nur eine Minderheit der SPD-Mitglieder will den Vorsitzenden als Spitzenkandidat. Doch der Chef hat keine ernsthafte Konkurrenz. Das Problem der Sozialdemokraten ist auch keines nur von Gesichtern

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Am Mittwoch konnte Sigmar Gabriel kurz vor halb zehn auf einem Sessel Platz nehmen, der ihm voraussichtlich nie ganz selbst zustehen wird: dem der Kanzlerin. Während der urlaubsbedingten Abwesenheit von Angela Merkel leitet der SPD-Vorsitzende die wöchentliche Kabinettssitzung.

Mehr als eine Vertretung wird es aber nicht werden. Auch nicht 2017, dagegen sprechen alle Umfragen - und inzwischen auch eine Debatte innerhalb der SPD, die wohl mehr ist als ein bloßes Sommertheater. Nun ist auch noch eine Umfrage aus dem Hause Forsa erschienen, die zweifellos als Beitrag zur Debatte über den Mann an der Spitze der SPD wirken wird.

»Lediglich eine Minderheit von 35 Prozent der SPD-Mitglieder ist der Ansicht, dass Parteichef Sigmar Gabriel der geeignete Kanzlerkandidat für die Bundestagswahlen 2017 wäre. 56 Prozent meinen, es gäbe bessere Kandidaten, neun Prozent machten keine Angaben«,

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