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Jagd auf dritten WM-Titel

Im Halbfinale treffen die deutschen U 21-Handballer auf Dänemark

  • Von Peer Lasse Korff, Uberlandia
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die deutschen U 21-Handballer sorgen bei der Weltmeisterschaft in Brasilien für Furore. Die Mannschaft von Markus Baur träumt nach dem Viertelfinalsieg gegen Belarus nun vom dritten Titel.

Nach dem Torfestival von Uberlandia pustete Bob Hanning erst einmal kräftig durch: Die deutschen U 21-Handballer sind bei der WM in Brasilien ins Halbfinale eingezogen, der große Traum vom dritten Titel rückt immer näher. Unter den Augen des Vizepräsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB) setzte sich das Team von Trainer Markus Baur in einem extrem torreichen Viertelfinale gegen Belarus mit 43:37 (19:17) durch. Im Halbfinale gegen Dänemark am Freitagabend müssen sich die DHB-Junioren jedoch in der Defensive deutlich steigern.

»Wir sind super glücklich, dass wir das Halbfinale gegen Dänemark erreicht haben, denn das war ein schweres Spiel, in dem wir es nicht geschafft haben, unsere Abwehr auf den Angriff des Gegners einzustellen«, sagte Hanning, der am Mittwoch im Osten Brasiliens eingetroffen war: »Dafür haben wir im Angriff mit Preuss und Ernst viele gute Lösungen gefunden in einem Spiel mit extrem vielen Angriffen.«

Insbesondere Moritz Preuss vom Bundesligisten Bergischer HC drückte dem Spiel seinen Stempel auf. Der Kreisläufer, dessen Vorbild Kiels Ikone Marcus Ahlm ist, erzielte 17 Tore, zwölfmal war Rückraumspieler Simon Ernst (VfL Gummersbach) erfolgreich. »Für mich wurden viele Lücken geschaffen, deswegen hatte ich leichtes Spiel«, sagte Preuss zufrieden, erkannte aber auch die Mängel im deutschen Spiel.

»Eigentlich sind wir für eine stärkere Abwehr bekannt. Das müssen wir jetzt auch wieder zeigen«, meinte der 20-Jährige. Und zwar bereits am Freitag gegen Dänemark, das sich im Viertelfinale gegen Spanien, immerhin Vizeweltmeister von 2013, durchsetzte (22:21). Das zweite Duell der Vorschlussrunde bestreiten Frankreich (30:20 gegen Rumänien) und Ägypten (28:27 gegen Schweden).

Die Zielsetzung der deutschen Mannschaft für die verbleibenden zwei Partien ist klar umrissen. »Wir sind amtierender Europameister. Da ist es normal, dass wir in der Favoritenrolle sind. Wir sind selbstbewusst genug, dies richtig einzuordnen«, hatte Bauer schon vor dem Einzug in die Runde der letzten Vier gesagt. Der 44-Jährige verkörpert ein Anspruchsdenken, wie es sich die DHB-Spitze vorstellt. Noch während des laufenden Turniers verlängerte der Verband mit dem 44-Jährigen bis 2017.

»Der neue Vertrag ist Anerkennung und Vertrauensbeweis zugleich«, sagte Baur, dessen Gedanken sich derzeit allerdings ausschließlich um die WM drehen. Beim Finale am späten Samstagabend deutscher Zeit wollen die deutschen Junioren unbedingt dabei sein. Und um den dritten U 21-Titel nach 2009 und 2011 kämpfen. SID

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