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Spur zum vermissten Flug MH370?

Experten untersuchen ein vor La Réunion gefundenes Wrackteil

  • Von Barbara Barkhausen, Sydney
  • Lesedauer: 3 Min.

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Nach dem Fund eines Wrackteils auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean vor Afrika rätseln Experten, ob das vermeintliche Steuerruder zur vermissten Malaysia Airlines MH370 gehören könnte.

Das angespülte Wrackteil ist 2,70 Meter lang und einen Meter breit. Laut Experten könnte es ein Flaperon, ein Steuerruder sein, und zu einem Flugzeugflügel gehören. Das Wrackteil scheint mit Muscheln bewachsen zu sein, was darauf hindeuten würde, dass sich das Teil über einen längeren Zeitraum im Wasser befunden haben muss. Noch ist unklar, ob das mögliche Steuerruder zu einer Boeing 777 gehört. Laut »Seattle Times« sollen Boeing-Experten es jedoch bereits als solches identifiziert haben. Sollte sich dies bestätigen, würde es sich höchstwahrscheinlich um ein Teil von MH370 handeln, das einzige Flugzeug dieses Typs, das vermisst wird.

In der Region sind in den vergangenen Jahren laut dem australischen Luftfahrtexperten Geoffrey Thomas auch zwei andere Flugzeuge abgestürzt: Ein Yemenia Airbus A 310, der 2009 vor Ostafrika ins Meer stürzte, sowie eine kleinere Maschine 2006.

Fast 17 Monate sind vergangen, seit am 8. März 2014 die Boeing 777 auf dem Flug Kuala Lumpur-Peking mit 239 Menschen an Bord spurlos verschwunden ist. Es gilt als größtes Rätsel der Luftfahrt. Spekuliert wurde über die Fracht, darunter leicht brennbare Lithium-Batterien, die Passagiere, die Piloten, eine mögliche Entführung, technische Probleme und sogar einen militärischen Abschuss.

David Griffin, Ozeanograf der australischen Forschungsagentur CSIRO, bestätigte in einem Interview, dass ein Wrackteil von MH370 die Strecke von etwa 5000 Kilometer zurückgelegt haben könnte. »Innerhalb von 16 Monaten auf dem Meer kommen eine Menge Orte infrage, und dies ist einer davon«, sagte er. »Es sagt aber nichts darüber aus, wo genau das Flugzeug abgestürzt ist, nur dass es übereinstimmt mit dem, was bisher für wahrscheinlich gehalten wird.«

Dies bestätigte auch Australiens Vizepremier Warren Truss, der als Minister für Infrastruktur für die Suche vor der Westküste Australiens verantwortlich ist. Sollte es sich um ein Wrackteil von MH370 handeln, »wäre dies konsistent mit anderen Analysen und Modellen, die sagen, dass der Absturzort im Südlichen Indischen Ozean ist«, sagte er. Jeder neue Beweis werde dafür verwendet, die Suchaktion weiter zu verfeinern.

Derzeit haben Australiens Behörden 55 000 der auf 120 000 Quadratkilometer ausgedehnten Suchregion abgesucht. Die bisherige Region war aufgrund der stündlichen Funkmeldungen des Flugzeugs mit dem Inmarsatsatelliten definiert worden.

Bei der Nummer auf dem Wrackteil soll es sich laut Medien um die BB670 oder 657BB handeln. Letztere Nummer kommt laut des Fachmediums AirLive.net auch im offiziellen Wartungshandbuch der Boeing 777 vor. Die Nummer sollte das Rätselraten um das Wrackteil und damit unter Umständen um das Schicksal des Flugzeugs innerhalb der nächsten Tage beenden. Geoffrey Thomas mahnt: »Wir hatten auch früher schon falsche Spuren, wir sollten vorsichtig sein, denn für die Angehörigen ist das Ganze ein sehr sensibles Thema.«

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