Verhandeln ist alternativlos

Ali Atalan sieht die prokurdische HDP als wichtigen Faktor zur Deeskalation in der Türkei

  • Von Ismail Küpeli
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In der Türkei geht die Regierung gegen die Arbeiterpartei PKK und unliebsame Oppositionelle vor. Die kurdische linke Partei HDP möchte zwischen Erdogan und PKK gerne vermitteln. Ein Interview mit Ali Atalan.

Herr Atalan, Sie waren ja bis zum vergangenen Jahr bei der LINKEN in Deutschland aktiv. Was hat Sie dazu bewegt, sich jetzt bei der linken und prokurdischen HDP in der Türkei zu engagieren?
Für die Entscheidung, mich für die HDP einzusetzen, gab es zahlreiche Gründe. In der Türkei nimmt die Unterdrückung und Ausbeutung der einfachen Bevölkerung zu und die türkische Regierung zieht das Land immer tiefer in die unsinnigen und blindwütigen Kriege im Nahen und Mittleren Osten. In dieser aktuellen Lage sah ich die Notwendigkeit einer politischen Alternative zum gegenwärtigen Kurs, zu dem ich mit beitragen wollte. Die HDP stellt nach meiner Ansicht ein solches notwendiges Gegenmodell bereit. Deswegen habe ich trotz der Risiken und Gefahren, die linken Politikern in der Türkei drohen, mich im Geiste des Internationalismus in die Türkei begeben und hier in der HDP engagiert.

Wir erleben derzeit eine massive Eskalation der gespannten Lage...


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