»Die Austerität ist eine Sackgasse«

Alexis Tsipras über die harten Verhandlungen mit den Gläubigern, das Referendum und den finanziellen Staatsstreich

Harte Verhandlungen, Rückenwind durch das Referendum und dann der finanzielle Staatsstreich: Alexis Tsipras musste in kurzer Zeit viel erleben. Und hat den Glauben an ein anderes Europa dennoch nicht verloren.

Die SYRIZA-geführte Regierung Griechenlands verhandelt wieder mit den Gläubigern – an diesem Dienstag über das hoch brisante Thema Privatisierungen. Gegenstand der Gespräche sind die knallharten Forderungen der so genannten Institutionen, die Ende Juni in Brüssel von Athen akzeptiert wurden mussten, um den Ausstieg aus dem Euro zu vermeiden. Die finanz-, wirtschafts- und sozialpolitischen Folgen für Griechenland sind gravierend; der linke Flügel von SYRIZA begehrt dagegen auf, weshalb vorgezogene Parlamentswahlen keine rein theoretische Frage mehr sind. Am 29. Juli gab Ministerpräsident Alexis Tsipras dem SYRIZA-nahen Rundfunksender »Sto Kokkino« ein Interview, in dem er den schwierigen Kurs gegenüber den Gläubigern und in der eigenen Partei erklärt und die Verhandlungen seit seinem Regierungsantritt Anfang des Jahres zusammenfasst. Inzwischen liegt eine Übersetzung wesentlicher Passagen von


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