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Von Udo Bartsch

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»Machi Koro« ist eines der zurzeit sehr angesagten »Minimalspiele« aus Japan, die mit geringem Regel- und Materialaufwand erstaunlich viel Spaß hervorkitzeln. »Machi« bedeutet »die Stadt«, »Koro« bedeutet »würfeln«. Und damit ist schon das Wesentliche umrissen. Jeder Spieler will als frischgebackener Bürgermeister sein Dorf mit Bahnhof, Einkaufszentrum, Funkturm und Freizeitpark zur Metropole hochrüsten. Dazu benötigt er Geld, das wiederum durch andere Gebäude hereinkommen soll.

Ein Weizenfeld und eine Bäckerei stellen das Startkapital jedes Spielers dar. Wer am Zug ist, rollt einen oder zwei Würfel, und das Ergebnis bestimmt den Gewinn: Mal bekommt jeder Spieler etwas, mal nur der Würfler, manchmal muss man sogar blechen. Einnahmen können für Großbauten angespart werden oder fließen sofort in neue Projekte.

Ob ein Stadtplaner auf Supermarkt, Molkerei oder Möbelfabrik setzt, ist eine Frage seiner Strategie. Bestimmte Gebäude harmonieren gut mit anderen. Bald erkennen die Spieler vorteilhafte Kombinationen. Auf diese Weise vermittelt »Machi Koro« dem Gewinner das Gefühl, ökonomisch klug agiert zu haben. Gleichzeitig darf sich der Verlierer damit trösten, dass lediglich die Würfel ungünstig gefallen seien. Am Ende wollen es beide noch mal von vorn versuchen. Klar, denn die Partien verlaufen schnell und spannend. Das kleine »Machi Koro« macht vieles besser als das große »Monopoly«, weil es aufs Wesentliche reduziert ist und nur eine halbe Stunde dauert.

»Machi Koro« von Masao Suganuma, Kosmos, für zwei bis vier Spieler ab 8 Jahre, ca. 13 Euro.

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