Christian Baron 08.08.2015 / Berlin / Brandenburg

In musikalischen Stahlgewittern

Rechtsextreme rekrutieren zunehmend neue Kameraden über Hip-Hop und Rap

Sie inszenieren sich als harmlose Patrioten, verbreiten jedoch rassistische Botschaften: Extrem rechte Musiker werden in Berlin immer aktiver - und instrumentalisieren auch emanzipatorische Stilformen.

Erst sind es nur Stelen. Als das Duo die Liedzeile »Oh du mein Vaterland« anstimmt, werden die Protagonisten darauf sitzend und stehend gezeigt. Spätestens, nachdem sie sich in den nächsten Minuten über »EU-Zionisten« echauffiert haben, gegen die sie »vereint in den Krieg« ziehen wollen und fortan immer wieder länger hölzern tanzend auf besagten Stelen zu sehen sind, lässt sich der Ort identifizieren: Es ist das Holocaust-Mahnmal in Berlin. »Villain051« fantasiert von einer »Hetzjagd auf Deutsche«, derweil »Dee Ex« sich als »Gerechte« sieht, die »den Mythos des kollektiv bösen Deutschen zerstören« möchte. Der Titel ihres Liedes kommt harmlos daher: »Europa sagt nein zur EU«.

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